Die Angry Miao Infinity Mouse – im Ausland als AM A30 verkauft – ist weniger ein Zeigegerät als eine Chromskulptur, die zufällig den Cursor verfolgt. Die hochglänzende Schale der Mirror Edition reflektiert Licht, Schatten und dich – doch zwischen Kunstwerk und Alltagsbetrieb stehen echte Kompromisse, allen voran das magnetische Wechselakkusystem, das zu ihrer umstrittensten Eigenschaft geworden ist.
Ein Spiegel, nicht nur eine Maus
Das Erste, was auffällt: Sie reflektiert. Die polierte Schale wirft Licht, Schatten und alles um sie herum zurück, und das Design bedient sich der Ästhetik von Hajime Sorayama – kühl und futuristisch, aber merkwürdig persönlich. Fährt man mit dem Finger über den metallischen Glanz, sind sofort Fingerabdrücke zu sehen. Das ist gewissermaßen der Punkt: die eigene Präsenz nachzeichnen, sich selbst spiegeln.
Unter dem Chrom steckt ein offenes Magnesium-Aluminium-Skelett, dessen Designsprache direkt vom Lotus Evora Concept Car stammt. Die Formpräzision ist wirklich solide, und die skulpturalen Aussparungen lassen das Ganze wie etwas wirken, das es wert ist, ausgestellt zu werden – auf einem Regal, einem Schreibtisch, überall, wo es Licht einfängt.
Was wirklich funktioniert
Auf dem Schreibtisch fühlt sich der Metallrahmen kühl und dicht an. Bei den Tasten zeigt sich die eigentliche Ingenieurskunst: Metalltastenplatten mit kurzem Pre-Travel und optische TTC-Orange-Dot-Schalter (mit 100 Millionen Klicks bewertet) liefern knackiges, befriedigendes Feedback, das an die GPW-Familie von Logitech erinnert. Ein Claw-Grip mit 18cm passt bequem an die skulpturierten Seitenwangen.
Auch die Innereien sind kein Füllstoff:
| Spezifikation | Detail |
|---|---|
| Sensor | PixArt PAW3950, 30,000 DPI / 750 IPS / 50G |
| Abfragerate | Echtes Dual 8K (kabelgebunden + 2.4 GHz) |
| Gewicht | 49g kabellos / 39g kabelgebunden |
| Schalter | TTC optisch, 100M Klicks |
| Verbindung | Kabelgebunden / 2.4 GHz / Bluetooth 5.1 |
| Größe | 118 × 64 × 40mm, rechtshändig |
Unabhängige Tests bestätigen, dass der Sensor seine Versprechen hält – reaktionsschnell, aber nicht zappelig, stabil genug für Arbeit auf Pixelebene, falls nötig.
Das Auspacken (und die Probleme)
Das Auspacken ist definitiv ein Ereignis. Eine Hartschaum-Aktentasche, Schaumstoffaussparungen, eine gedruckte Verpackungskarte – eine Präsentation, die stark auf Zeremonie und emotionalen Wert setzt.
Der Alltag damit? Der ist unordentlicher. Die magnetischen Wechselakkus (zwei 340mAh-Zellen, etwa 17 Stunden bei 8K) funktionieren nicht so reibungslos wie beworben. Das eigentliche Wechseln bedeutet, den Empfänger zu treffen, eine Zelle herauszunehmen und die andere einzusetzen – deutlich länger als die angegebenen 1.2 Sekunden. Die Magnetpads, die auf die Akkumodule geklebt sind, sind ein bekannter Schwachpunkt, der sich bei wiederholtem Wechsel und Temperaturschwankungen ablösen kann. Weitere Beschwerden, die auftauchen: Das Scrollrad hat eine schwache Mittelklick-Rückfederung und fühlt sich schwammig an, die Treibersoftware stürzt manchmal ab, der kalte Metallrahmen wird rutschig (verschwitzte Hände wollen Grip-Tape), und die offene Schale sammelt Staub, als wäre es ein Job.
Die Trennung ist tatsächlich ziemlich klar. Kauf sie, weil du liebst, wie sie auf deinem Schreibtisch aussieht – Claw-Grip, leichte Metallgehäuse, Setup-Ästhetik –, und du wirst zufrieden sein. Willst du zu diesem Preis einen Werkzeug, das einfach ohne Drama funktioniert? Die GPW, Viper V3 Pro oder andere Mäuse mit 3950-Sensor liefern dieselbe Leistung ohne die Akku-Kopfschmerzen. Hier ist Design-Ambition im Überfluss, während die technische Vollendung noch aufholt.
Das Fazit
Die Infinity Mouse Mirror Edition meistert den Part als Schreibtischskulptur. Als Maus? Solide, aber nicht makellos. Tolles Chromskelett, knackige Klicks, Spitzensensor – doch Akkusystem, Scrollrad und Software brauchen Arbeit. Kauf sie für die Spiegelung. Wisse nur, was du kaufst.











10 Kommentare
Suddenly I get why people buy magazines
The white one looks amazing!
So cool, couldn’t get one — bought the white version to tide myself over
No flaws except the price. And the price isn’t its flaw — it’s mine.
A work of art!!
A cat-hair collector
The gloss finish really is gorgeous
Insanely cool
I wipe mine spotless
A fingerprint collector, but so good-looking haha